Künstler der Perfektion


Prof. Dr. Florian Hufnagel | Ehemaliger leitender Sammlungsdirektor | Die Neue Sammlung | The International Design Museum Munich


Kap-Sun Hwang ist ein Großer seines Faches – ein Forscher, ein Unermüdlicher, einer, der mit unglaublicher Konsequenz und Beharrlichkeit die Möglich­keiten von Material, Chemie, ihre Zusammensetzung und ihre Kombination auslotet. Er ist ein Künstler der Perfektion, ein Meister der Nuancen und der Reduktion. Minimalismus pur, aber facettenreich wie kein anderer. Er hat es verstanden, die uralte Tradition korea­nischer Keramik mit der europäisch geprägten Moderne zu verbinden.


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Biografie


1963 Geboren in Seoul, Südkorea


1983–86 Keramikstudium an der Seoul National University, Seoul


1990 Übersiedelung nach Deutschland


1991–98 Keramikstudium an der Muthesius-Hochschule in Kiel


1998–2000 Freier Mitarbeiter bei der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen


2000 Gastprofessur an der National Academy of Fine Arts, Hang-Zhou, China


2001 Eigene Werkstatt in Kellinghusen, Schleswig-Holstein


2001 Freier Mitarbeiter bei der Porzellanmanufaktur Fürstenberg


2003 Professur an der Seoul National University, Seoul, Südkorea


Mitglied der Internationalen Akademie für Keramik AIC, Genf, Schweiz


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Über Kap-Sun Hwang


Ein Essay von Josef Straßer | Oberkonservator | Die Neue Sammlung | The International Design Museum Munich


Wieso kommt ein koreanischer Keramiker nach Deutschland, um hier erneut Keramik zu studieren, obwohl doch die asiatische Keramik seit Jahrhunderten für Europa Vorbildcharakter besaß? War es nicht zunächst das chinesische, später das japanische und koreanische Porzellan, das die Europäer faszinierte und ihren Forschergeist so lange nicht ruhen ließ, bis sie selbst das Geheimnis des Arkanums lösen konnten und somit um 1710 in Meißen das erste europäische Porzellan entstand?


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